Warum das in Calw schwieriger ist als anderswo
Calw hat rund 24.750 Einwohner und einen entsprechend kleinen Mietwohnungsmarkt. Es gibt hier keinen großen Bestand an möblierten Apartments, wie ihn eine Großstadt vorhält, und was an Wohnraum frei wird, geht häufig über Bekanntschaft weg, bevor eine Anzeige erscheint.
Dazu kommt die Lage im Tal: Zwischen Kernstadt und den Höhenorten liegen Höhenunterschiede, die für jemanden ohne Auto den Unterschied zwischen machbar und unmöglich bedeuten. Wer Monteure für ein befristetes Projekt unterbringt, sollte das vorher wissen und nicht hinterher.
Seit Februar 2026 fährt die Hermann-Hesse-Bahn wieder, seit Juni im Halbstundentakt. Für Beschäftigte ohne Auto hat sich damit etwas verändert: Stadtteile mit eigenem Halt sind erreichbar geworden, andere nicht. Das ist bei der Suche der erste Filter, den wir setzen.
Für wen wir suchen
Der Bedarf sieht je nach Auftraggeber völlig anders aus, und genau deshalb hilft ein Katalog nicht weiter.
- Unternehmen mit neuen Mitarbeitern. Eine Wohnung für eine Fachkraft, die zuzieht, oft befristet auf die ersten Monate bis zum eigenen Umzug. Hier zählt die Anbindung an den Arbeitsort mehr als die Ausstattung.
- Handwerks- und Bauunternehmen mit Monteuren. Wohnraum für mehrere Personen über Wochen oder Monate, mit Stellplatz für Fahrzeuge und möglichst ohne Treppen für Material. Im Calwer Handwerk ist das ein wiederkehrender Bedarf.
- Kommunen und Behörden. Wohnraum für eigene Beschäftigte oder für Menschen, die untergebracht werden müssen. Hier ist Verlässlichkeit wichtiger als Tempo, und die Abläufe sind andere.
- Soziale Träger. Wohnraum für Betreute oder für Geflüchtete, oft mit Anforderungen an Lage und Nachbarschaft, die über Quadratmeter hinausgehen.
- Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Wohnraum für Pflegekräfte, häufig mit Schichtdienst, also mit der Frage, wie man nachts nach Hause kommt.
Wie wir dabei vorgehen
Zuerst der Bedarf: wie viele Personen, für wie lange, ab wann, mit oder ohne Möbel, mit wie vielen Stellplätzen, und in welcher Entfernung zum Arbeitsort. Je genauer das steht, desto gezielter lässt sich suchen.
Dann die Suche. Wir gehen durch unseren eigenen Kundenstamm mit 25.000 Adressen und sprechen Eigentümer an, die vermieten könnten, aber gerade nicht inserieren. Das ist der Teil, den ein Portal nicht leisten kann: Es zeigt nur, was ohnehin schon angeboten wird.
Dann die Prüfung: Zustand, Energieausweis, Hausordnung und die Frage, ob der Eigentümer mit der geplanten Nutzung einverstanden ist. Eine Wohnung, die an fünf Monteure geht, ist für manchen Vermieter etwas anderes als eine an eine Familie, und das klärt man vorher.
Und wenn der Bedarf dauerhaft ist, lohnt ein anderes Gespräch: iMMo75 hält selbst Objekte im Bestand und projektiert. Für ein Unternehmen, das jedes Jahr dieselbe Zahl von Betten braucht, ist das die Überlegung, die eine wiederkehrende Suche überflüssig macht.
Was es kostet
Bei der Vermittlung von Mietwohnungen gilt das Bestellerprinzip: Nach § 2 Absatz 1a Wohnungsvermittlungsgesetz zahlt die Provision, wer den Auftrag erteilt hat. Beauftragt uns ein Unternehmen mit der Suche, zahlt das Unternehmen. Beauftragt uns ein Eigentümer mit der Vermietung, zahlt der Eigentümer. Beides zugleich geht nicht.
Das ist keine Auslegungssache, sondern Gesetz, und wir sagen es vor dem Auftrag, nicht in der Rechnung. Die Höhe besprechen wir vorher und halten sie schriftlich fest.
Beim Kauf, etwa wenn ein Unternehmen ein Mehrfamilienhaus für eigene Mitarbeiter erwirbt, gelten andere Regeln. Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision nach § 656c BGB.
So läuft es ab
- Bedarf beschreibenWie viele Personen, ab wann, wie lange, möbliert oder nicht, wie viele Stellplätze.
- SuchenEigener Kundenstamm und gezielte Ansprache von Eigentümern, nicht nur das, was inseriert ist.
- PrüfenZustand, Unterlagen und die Zustimmung des Eigentümers zur geplanten Nutzung.
- VermittelnMit vorher vereinbarter Provision nach dem Bestellerprinzip.
